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DMR Funkgerät

  • Zum Funkgerät dazugehörige Programmiersoftware und Programmierkabel, falls nicht schon mit dem Funkgerät mitgeliefert.  Erreichbares DMR Relais (siehe Relaisliste)  oder einen eigenen privaten Hotspot (siehe nachfolgend)
  • Eigene DMR-ID: unter https://register.ham-digital.org/ erhältlich

 

DMR ID beim Funkgerät

  • DMR-ID dient als Identifikation im Funkbetrieb – Aussendung der ID anstatt des Rufzeichens
  • Jede DMR-ID wird nur 1 Mal vergeben
  • Es werden maximal 2 DMR-ID pro Rufzeichen zugeteilt
  • Nicht jedes eigene Funkgerät braucht eine separate DMR-ID Nr.
  • Die DMR ID ist 7-stellig

Die DMR ID von HB3YZE lautet 2288012
228 = Schweiz
8 = Region Zürich/Thurgau
012 = fortlaufende Nummerierung
Die ersten 3 Nummern sind analog der GSM-Netznummerierung

  • 228 = Schweiz
  • 232 = Österreich
  • 222 = Italien
  • 262 = Deutschland
  • 263 = Deutschland (zu wenige Nummern mit 262 xx xx)

Vor dem Kauf eines DMR-Funkgerätes sollte man sich vorgängig einige Gedanken machen. Was will ich?

 

  • Mobilfunk- oder Handfunkgerät
  • 2 Meter oder 70 cm Variante
  • Soll ein allfälliges Handfunkgerät auch einmal an eine externe Antenne angeschlossen werden
  • Welcher Gerätehersteller soll es sein
  • Wie teuer darf das Gerät sein? 

 

Geräteart

Mobilfunkgerät

Wenn man das Funkgerät ausschliesslich zu Hause an einer Aussenantenne betreiben will, empfiehlt es sich, ein Mobilfunkgerät anzuschaffen. Ein Mobilfunkgerät hat eine grössere Sendeleistung.

Handfunkgerät

Ein Handfunkgerät hat den Vorteil, dass man dieses überall mitnehmen kann. Es kann portable gebracht werden, ebenfalls im Auto mit der normalen Gummiantenne oder auch an einer externen Autoantenne und natürlich auch zu Hause an einer externen Antenne. Der Nachteil ist die geringere Sendeleistung gegenüber einem Mobilfunkgerät und dass man immer darauf achten muss, dass man genügend Akkukapazität hat. Für einige Handfunkgeräte gibt es aber auch Möglichkeiten, diese an eine externe Stromquelle anzuschliessen.

Beim Kauf eines Handfunkgerätes muss man sich vorher unbedingt im Klaren sein, ob dieses einmal an eine externe Antenne angeschlossen werden soll oder nur mit der mitgelieferten Gummiantenne. Bei einigen Handfunkgeräten ist die Antenne fest angeschraubt und kann nicht durch eine andere Antenne ersetzt werden. Somit wäre es nicht möglich, solch ein Handfunkgerät mittels Adapter an eine externe Antenne anzuschliessen.

Ebenfalls interessant ist die Sache mit der Tastatur. Geräte bei den Hytera-Geräten hat eine vorhandene Tastatur den Vorteil, dass vieles via Tastatureingabe erledigt werden kann (Wahl der Sprechgruppe TG, Reflektor, usw.). Bei Geräten ohne Tastatur muss praktisch alles vorgängig via Computer einprogrammiert sein und kann direkt am Gerät nicht abgeändert werden.

 

Frequenzband

Aktuell gibt es nur Betriebsfunkgeräte mit der Betriebsart DMR und das auch nur Monobandgeräte. Vor dem Kauf sollte unbedingt abgeklärt werden, ob man ein 2m Gerät oder ein 70 cm Gerät kaufen sollte. Auf der Relaisliste sind alle Schweizer DMR Relais mit der entsprechenden Frequenz aufgelistet. Da es mit grossem Abstand mehr 70 cm Relais gibt, wird die Antwort in den meisten Fällen klar sein. Es soll ein 70 cm Gerät sein.

Gerätehersteller

Es gibt verschiedene Hersteller, welche DMR-Funkgeräte anbieten:

Hytera

Sehr viele OM kaufen Hytera-Geräte. Hytera-Geräte sind auch Profigeräte. Der Vorteil bei Hytera gegenüber Motorola liegt darin, dass es bei diesen Funkgeräten möglich ist, falls eine Tastatur am Funkgerät vorhanden ist, bei einem bereits abgespeicherten Kanal direkt am Funkgerät die Frequenz, Colorcode, CTCSS-Code und weiteres zu ändern, ohne das Gerät deswegen mit dem PC verbinden zu müssen. Da auch die Hytera-Geräte Betriebsfunkgeräte sind, kommt man auch bei diesem Hersteller nicht darum herum, einige Programmierungen am Computer zu machen.

Motorola

Motorola ist der bekannteste Hersteller von Betriebsfunkgeräten. Die Geräte sind professionell und stabil. Die Qualität stimmt, hat aber auch seinen Preis. Die Motorola-Geräte sind eher die teureren DMR-Geräte. Die Firma Motorola produziert die Geräte für den Betriebsfunk. Das merkt man daran, dass man fast alles nur via Computer programmieren kann. Direkt über die Tastatur des Funkgerätes, falls vorhanden, können keine Daten abgeändert werden. Das Funkgerät ist für jede Änderung, ausser das Hinzufügen von Kontakten, immer an den Computer anzuschliessen. Je nach Gerät müssen auch die Kontakte mittels Computer einprogrammiert werden.

Retevis, TYT, Tytera

Die Geräte mit dem Namen Retevis, TYT, Tytera sind immer baugleich und haben einfach andere Namen. Sie sind gegenüber den Hytera- und Motorola Geräten sehr günstig. Das Preis-/Leistungs-Verhältnis stimmt. Für Einsteiger sind diese Geräte sicher geeignet. Kleinere Abstriche müssen in Kauf genommen werden. Allerdings kann man bei diesen Geräten gewisse Änderungen wie Frequenz, Colorcode, FM CTCSS, usw. direkt am Gerät geändert werden, genauso wie bei den Hytera-Geräten. Es lohnt sich also, auch diese Billiggeräte einmal näher anzuschauen.

Preis

Ab ca. 100 Franken aufwärts sind DMR-Funkgeräte erhältlich.

Wichtig: Egal von welchem der oben genannten Hersteller das Funkgerät ist, es können alle Geräte im Schweizer DMR Netz benützt werden. Wichtig ist, dass das Gerät den Standard Tier 2 und das Zeitschlitzverfahren beherrscht.

 

Inbetriebnahme eines Funkgerätes / Codeplug

Damit ein DMR-Funkgerät überhaupt betriebsbereit ist, muss es zuerst programmiert werden. Diese Programmierung bzw. die Abspeicherung dieser Programmierung zu einer Datei nennt man Codeplug.